
Der Weg zurück in die Intuition
Der Weg zurück in die Intuition
Wie du lernen kannst, wieder auf deinen Körper zu hören
Viele Frauen mit einer Essstörung oder Trauma-Erfahrung kennen dieses Gefühl:
Der Körper ist da, aber er fühlt sich nicht wie ein Zuhause an.
Vielleicht wirkt er wie ein Fremder, vielleicht wie ein Gegner. Signale wie Hunger, Sättigung oder Müdigkeit scheinen verschwunden oder sind mit Angst verknüpft.
🫳🏻 Doch Heilung bedeutet nicht, sofort „richtig“ essen oder fühlen zu können.
Es bedeutet, Schritt für Schritt wieder Vertrauen in deinen Körper und deine Intuition aufzubauen.
💔 Warum der Kontakt zum Körper verloren ging
Wenn du eine Essstörung erlebt hast, dann hast du vielleicht gelernt:
- Kontrolle fühlt sich sicherer an als Vertrauen.
- Essen ist verbunden mit Schuld, Scham oder Angst.
- Körperempfindungen erinnern dich an Verletzungen, die zu groß waren, um sie zu fühlen.
Trauma und Essstörungen sind Überlebensstrategien.
Sie haben dich beschützt. Dass dein Körper seine Signale unterdrückt hat, war also kein „Fehler“, sondern ein Schutzmechanismus.
➡️ Die gute Nachricht:
Deine Intuition ist nicht weg. Sie wartet darauf, dass du sie wieder entdeckst.
🍽️ Intuitive Ernährung als sanfter Heilungsweg
Oft wird „intuitive Ernährung“ in den Medien als „Trend“ dargestellt.
Aber im Kern bedeutet es etwas viel Tieferes:
🫂 Dich wieder mit deinem Körper zu verbinden.
🤔 Hunger- und Sättigungssignale wahrzunehmen.
😋 Essen nicht mehr über Regeln, sondern über Bedürfnisse zu steuern.
Für Frauen mit Trauma oder Essstörung ist das kein schneller Weg, sondern eine heilende Einladung, in kleinen Schritten Sicherheit im Körper zurückzugewinnen.
💞 Erste Übungen für dich
1. Spüre kleine Körpersignale
Setze dich still hin. Lege eine Hand auf deinen Bauch, eine auf dein Herz.
Frage dich:
- „Bin ich warm oder kalt?“
- „Atme ich flach oder tief?“
- „Spüre ich Spannung oder Weichheit?“
Das Ziel ist nicht, Hunger oder Sättigung sofort zu erkennen, sondern wieder zu spüren, dass dein Körper spricht.
2. Sicherheit vor Hunger & Sättigung
Gerade wenn Trauma präsent ist, können Hungersignale Angst auslösen. Erlaube dir daher:
- Regelmäßig kleine Mahlzeiten zu essen, auch ohne Hunger.
- Dich nicht zu „testen“, sondern sanft zu begleiten.
Denn: Sicherheit im Nervensystem ist die Basis, bevor Vertrauen in Körpersignale entstehen kann.
3. Dein Körper als Partner – kleine Dankbarkeitspraxis
Schreibe jeden Abend einen Satz auf:
✍🏻 „Heute danke ich meinem Körper dafür, dass er …“
(z. B. mich getragen hat, mir den Atem geschenkt hat, mir Ruhe erlaubt hat).
Das klingt klein, aber es ist eine Brücke zurück in die Verbindung.
Vertrauen wächst in kleinen Schritten
Dein Körper ist nicht dein Feind.
Dein Körper ist nicht „kaputt“.
Er hat dich geschützt und er sehnt sich danach, dir wieder Heimat zu sein.
Der Weg zurück in die Intuition bedeutet nicht, perfekt „intuitiv zu essen“.
Es bedeutet, Schritt für Schritt wieder Sicherheit in dir selbst zu finden mit viel Geduld, Selbstmitgefühl und liebevoller Begleitung.
✨ Affirmation für dich
„Ich darf meinem Körper zuhören, auch wenn es Zeit braucht!“
Von Herzen 💕
Julia